Ginza ist chic, Ginza ist teuer, Ginza ist extravagant - alle gängigen Klischees, die hierzulande mit Tokyo in Verbindung gebracht werden, treffen in Ginza tatsächlich zu. Das teuerste Fleckchen Grundstück Japans, die schier unbezahlbaren und deshalb sagenumwobenen Bars sind in Ginza zu finden.
Tagsüber ist Ginza von wohlhabenden Damen gern besucht, um ins Theater (Kabuki, Shinbashi Enbujo oder Takarazuka) zu gehen, sich bei einer Tasse Tee mit Freundinnen ausgiebig über die neuesten Trends zu unterhalten und nicht zuletzt standesgemäß zu shoppen.
Jüngere Generationen bevorzugen das nördliche Ginza-Viertel um den Yurakucho-Bahnhof und das Sony Building, und in den schmalen Straßen weiter in Richtung Shinbashi findet man unzählige Kneipen. Abends sind die Läden voll mit Büroangestellten, die nach der Arbeit noch schnell etwas trinken, bevor die letzte U-Bahn abfährt.
Mitten in den Straßenschluchten von Ginza ist es kaum vorstellbar, dass der Hafen nicht einmal ein Kilometer entfernt ist. So befindet sich am südlichen Rand des Viertels der größte Fischmarkt Japans, wo man vormittags frische Meeresfrüchte bestaunen, kaufen und sogar vor Ort essen kann.