Der Bahnhof von Ikebukuro ist der wichtigste Verkehrsknotenpunkt für die
nordwestlichen Ballungsräume von Tokyo.
Der erste Eindruck dieses Viertels ist auch für unsere Begriffe
"chaotisch". Ikebukuro war gegen Ende der Taisho-Ära (1912-1926) ein Künstler-Viertel und nach dem 2. Weltkrieg gab es zahlreiche Schwarzmärkte hier. Vielleicht gerade deshalb kommt
hier das unverfälschte Bild dieser Megastadt, wie sie lebt und bebt, zum
Vorschein.
Vom Ostausgang des Bahnhofs aus kommt man etwa in 10 Minuten zu Fuß in
südostlicher Richtung über die Meiji-Dôri-Straße zum 350 Jahre alten
Tempel Zôshigaya-Kishimonjidô, bekannt als Schutzpatron für Kinderglück
und gesunde Geburt. Auf dem Vorhof steht ein 600-jähriger Gingko-Baum.
Ein Paar Hundert Meter weiter gelangt man zur Haltestelle
Kishimonjidô-mae der einzigen noch bestehenden Straßenbahn in Tokyo (Toden-Arakawa-Linie) oder zum neuen Bahnhof der Tokyo Metro Fukutoshin-Line.
Fahren Sie mit der Straßenbahn zwei Stationen bis
Higashi-Ikebukuro-4-Chôme. Vor Ihnen steht nun das 60-stöckige Hochhaus
"Sunshine 60": verschiedene Restaurants, Ancient
Orient Museum, ein Planetarium, Sunshine-Theater, Sunshine-Aquarium und ein Observatorium (gebührenpflichtig).
Gleich neben dem Sunshine-City befindet sich der Toyota Autosalon
Amlux, der viel mehr als nur Autos bietet.
Sie können von hier aus wieder zu Fuß zum Bahnhof Ikebukuro
zurückkehren und z. B. mit der JR-Yamanote-Linie zwei Stationen weiter
nach Sugamo fahren, wo der altehrwürdige Tempel Kôganji (im Volksmund "Togenuki-Jizô")
von vielen hochbetagten Bewohner(innen vor allem) besucht wird. Denn "Togenuki"
heißt Stachel oder Spleiß entfernen, gleich bedeutend wie Heilung von hartnäckigem
Leiden. Am 4., 14., 24. des Monats ist dort der Markt. Wenn Sie ganze
Heerscharen von älteren japanischen Damen treffen möchten, ist dies der
Geheimtip.